Merken An meinem Geburtstag vor drei Jahren stand ich in der Küche und wollte eigentlich nur schnell etwas kochen. Stattdessen entstand dieses Gericht, als ich Chili und Tomatensauce kombinierte und spontan Hähnchen dazu briet. Der Duft zog durch die ganze Wohnung, und plötzlich saßen alle um den Tisch. Seitdem ist es kein gewöhnliches Pastagericht mehr für mich. Es schmeckt nach spontanen Abenden und guter Laune.
Ich erinnere mich an einen verregneten Dienstagabend, als meine Schwester unangemeldet vorbeikam. Ich hatte gerade das Hähnchen in der Pfanne, und sie schnitt das Basilikum. Wir redeten über alles Mögliche, während die Sauce vor sich hin blubberte. Am Ende aßen wir direkt aus der Pfanne, weil wir zu faul waren, Teller zu holen. Solche Momente machen dieses Rezept besonders.
Ingredients
- Penne Pasta (350 g): Die röhrenförmige Penne fängt die Sauce ideal auf und sorgt dafür, dass jeder Bissen vollmundig schmeckt.
- Salz: Fürs Nudelwasser großzügig verwenden, es ist die einzige Chance, die Pasta von innen zu würzen.
- Hähnchenbrust (2 Stück, ca. 350 g): Zart und proteinreich, am besten gleichmäßig dick geklopft, damit es gleichmäßig gart.
- Olivenöl (3 EL gesamt): Einmal fürs Hähnchen, einmal für die Sauce, es bringt Geschmack und verhindert Ankleben.
- Salz, Pfeffer, geräuchertes Paprikapulver: Diese drei Gewürze geben dem Hähnchen eine dezente Rauchnote und Tiefe.
- Zwiebel (1 kleine): Fein gehackt bildet sie die süßliche Basis der Sauce.
- Knoblauch (3 Zehen): Frisch gepresst oder gehackt entfaltet er sein volles Aroma, nie zu früh in die Pfanne geben.
- Rote Chili (1 Stück) oder Chiliflocken (1 TL): Hier entscheidest du über die Schärfe, fang lieber vorsichtig an.
- Gehackte Tomaten (400 g Dose): Die Basis der Sauce, ich nehme immer italienische Dosentomaten für die beste Konsistenz.
- Tomatenmark (2 EL): Verstärkt die Tomatigkeit und macht die Sauce sämiger.
- Getrockneter Oregano (1 TL): Bringt die italienische Note rein, frisch geht auch, aber getrocknet ist intensiver.
- Zucker (1 TL): Nimmt die Säure der Tomaten raus, ein kleiner Trick, den ich von meiner Oma gelernt habe.
- Nudelwasser (60 ml): Die stärkehaltige Flüssigkeit bindet die Sauce perfekt an die Pasta.
- Frisches Basilikum (2 EL): Gehackt über das fertige Gericht gestreut, bringt es Frische und Farbe.
- Parmesan (40 g, optional): Gerieben darüber macht es das Ganze runder und salziger.
Instructions
- Pasta kochen:
- Bring einen großen Topf mit reichlich gesalzenem Wasser zum Kochen und gib die Penne hinein. Koch sie nach Packungsanweisung bis sie al dente sind, also noch einen leichten Biss haben. Vergiss nicht, eine Tasse Nudelwasser beiseite zu stellen, bevor du abgießt.
- Hähnchen würzen und braten:
- Würze die Hähnchenbrüste mit Salz, Pfeffer und geräuchertem Paprikapulver auf beiden Seiten. Erhitze 1 EL Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze und brate das Hähnchen 4 bis 5 Minuten pro Seite goldbraun, lass es 2 Minuten ruhen und schneide es dann in Streifen.
- Zwiebel und Knoblauch anschwitzen:
- Gib 2 EL Olivenöl in eine große Pfanne bei mittlerer Hitze, füge die gehackte Zwiebel hinzu und lass sie 3 Minuten weich werden. Rühr dann Knoblauch und Chili ein und lass alles eine Minute duften, aber pass auf, dass der Knoblauch nicht verbrennt.
- Sauce köcheln lassen:
- Gib die gehackten Tomaten, Tomatenmark, Oregano, Zucker, Salz und Pfeffer dazu und rühr alles gut um. Lass die Sauce 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln, ab und zu umrühren, damit nichts ansetzt.
- Sauce anpassen:
- Rühr das reservierte Nudelwasser unter, bis die Sauce die Konsistenz hat, die dir gefällt. Probier und würze nach, falls nötig.
- Pasta und Hähnchen vereinen:
- Gib die abgetropfte Penne in die Sauce und schwenk alles kräftig durch, bis jede Nudel überzogen ist. Leg die Hähnchenstreifen oben drauf oder misch sie unter.
- Servieren:
- Verteile alles auf Teller, streu frisches Basilikum und geriebenen Parmesan darüber. Serviere heiß und genieß den Moment.
Merken Letzten Sommer brachte ich dieses Gericht zu einem Grillabend mit, weil ich keine Lust auf Würstchen hatte. Alle waren skeptisch, bis sie probierten. Am Ende war die Schüssel leer, und drei Leute fragten nach dem Rezept. Seither bringe ich es überall mit, und es fühlt sich an, als würde ich ein Stück von mir teilen.
So wird das Hähnchen richtig saftig
Der größte Fehler ist, das Fleisch zu lange zu braten. Ich hab früher immer zu viel Hitze benutzt und trockenes Hähnchen bekommen. Mittlerweile nehme ich mittlere Hitze und lass es in Ruhe braten, ohne ständig zu wenden. Ein Fleischthermometer hilft, 74 Grad Celsius sind perfekt. Das Ruhen nach dem Braten macht den Unterschied zwischen okay und richtig zart.
Welche Pasta funktioniert am besten
Penne ist mein Favorit, weil die Röhren die Sauce aufsaugen. Rigatoni geht genauso gut, falls du die größere Variante magst. Fusilli hält die Sauce auch super fest durch die Spiralen. Spaghetti funktioniert auch, aber dann wird es ein anderes Esserlebnis. Ich hab einmal Vollkornnudeln genommen, die waren auch lecker, aber etwas kräftiger im Geschmack.
Was du sonst noch wissen solltest
Dieses Gericht lässt sich super vorbereiten. Die Sauce kannst du morgens kochen und abends nur aufwärmen. Das Hähnchen schmeckt frisch gebraten am besten, aber du kannst es auch kalt in Streifen schneiden und über die warme Pasta legen. Reste halten sich drei Tage im Kühlschrank in einer luftdichten Box. Aufgewärmt in der Pfanne mit etwas Wasser schmeckt es fast wie frisch.
- Wenn du mehr Schärfe willst, gib Chiliflocken oder Chiliöl direkt beim Servieren dazu.
- Für eine vegetarische Version kannst du das Hähnchen durch gebratenen Tofu oder Kichererbsen ersetzen.
- Ein Schuss Weißwein in die Sauce nach den Tomaten bringt zusätzliche Tiefe.
Merken Dieses Gericht gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsrezepten, weil es immer funktioniert und jeden glücklich macht. Koch es für dich, koch es für andere, es wird immer passen.