Merken An verschneiten Wintertagen entführt mich der Duft dieser Pilz-Wildreis-Suppe sofort in die gemütliche Blockhütte meines Onkels am Waldrand. Dort habe ich zum ersten Mal erlebt, wie die erdigen Aromen wilder Pilze und der nussige Geschmack des Wildreises zusammenfinden. Die Dampfschwaden, die von der Suppe aufstiegen, beschlugen die Fensterscheiben, während draußen leise Schneeflocken fielen. Diese Suppe wurde schnell zu meinem persönlichen Winterritual.
Letzten Herbst überraschte ich meine Schwiegermutter mit dieser Suppe, als sie unerwartet zu Besuch kam. Sie ist sonst so kritisch mit Pilzgerichten, doch nach dem ersten Löffel wurde sie ganz still. Ihre Augen schlossen sich kurz, und mit diesem kleinen, zufriedenen Lächeln bat sie tatsächlich um das Rezept. Der Moment, als sie ihre Schüssel bis zum letzten Tropfen ausgelöffelt hatte, bleibt mir in besonderer Erinnerung.
Ingredients
- Wilde Pilzmischung: Die verschiedenen Sorten wie Kräuterseitlinge und Shiitake bringen jeweils ihre eigene Note mit – ich habe gelernt, dass man ruhig experimentieren und je nach Saison die verfügbaren Sorten kombinieren kann.
- Wildreis: Seine feste, leicht knackige Textur gibt der cremigen Suppe einen wunderbaren Kontrast – achte darauf, ihn vorher gut abzuspülen, um überschüssige Stärke zu entfernen.
- Frische Kräuter: Sie machen den entscheidenden Unterschied gegenüber getrockneten Varianten – besonders der Thymian bringt eine subtile Würze, die perfekt mit den erdigen Pilzen harmoniert.
- Sahne: Sie verleiht der Suppe ihre samtige Konsistenz – für eine leichtere Version funktioniert auch eine Mischung aus Milch und einem Esslöffel Crème fraîche wunderbar.
Instructions
- Das Gemüsebett vorbereiten:
- Erhitze das Olivenöl in einem großen Suppentopf und lass Zwiebeln, Sellerie und Karotten darin etwa 7 Minuten goldbraun werden. Du wirst merken, wie sich die Küche langsam mit diesem süßlichen, einladenden Duft füllt.
- Kräuter und Pilze hinzufügen:
- Wenn du Knoblauch und Kräuter hinzufügst, halte kurz inne und genieße diesen intensiven Duftmoment, bevor du die Pilze dazugibst. Lass die Pilze geduldig braten, bis sie ihre Flüssigkeit abgegeben haben und anfangen, am Topfboden leicht anzubräunen.
- Die Basis andicken:
- Das Mehl gleichmäßig über die Gemüsemischung streuen und gut umrühren. Diese kurze Röstphase verhindert später den mehlartigen Geschmack.
- Brühe und Reis vereinen:
- Gieße die Brühe langsam unter ständigem Rühren hinzu, dann kommen Wildreis und Sojasoße dazu. Während der Reis köchelt, breitet sich ein beruhigendes Brodeln und ein herrlicher Duft in deiner Küche aus.
- Cremige Vollendung:
- Nachdem du das Lorbeerblatt entfernt hast, rühre die Sahne und Petersilie ein. Die Suppe wird augenblicklich samtig und bekommt diese unwiderstehliche cremige Note.
Merken Als mein bester Freund nach einer schwierigen Trennung bei mir übernachtete, stellte ich ihm wortlos eine dampfende Schale dieser Suppe vor die Nase. Wir saßen schweigend am Küchentisch, nur das leise Klicken unserer Löffel an den Schalen war zu hören. Irgendwann schaute er auf, mit einem Ausdruck, der sagte, dass es langsam besser werden würde. Dieses gemeinsame Essen schien mehr zu heilen als jedes Gespräch es vermocht hätte.
Saisonale Anpassungen
Im Herbst, wenn frische Waldpilze Hochsaison haben, wird diese Suppe zu einem wahren Fest der Aromen. Ich sammle dann manchmal selbst Pilze mit einem befreundeten Förster und ersetze etwa ein Drittel der Zuchtpilze durch Pfifferlinge oder Steinpilze. Der Unterschied ist erstaunlich – die Suppe bekommt eine Tiefe, die mit Zuchtpilzen allein nicht zu erreichen ist.
Serviervorschläge
Eines Tages servierte ich die Suppe in ausgehöhlten kleinen Brotlaiben, eine spontane Idee, die zum Highlight des Abendessens wurde. Die Brotkruste bleibt knusprig, während die Innenseite die Suppe aufsaugt und zu einer köstlichen, weichen Textur wird. Meine Gäste lieben es, am Ende das durchweichte Brot mit den letzten Tropfen Suppe zu genießen.
Aufbewahrung und Wiedererwärmung
Die Suppe schmeckt am zweiten Tag oft noch besser, da die Aromen Zeit hatten, sich vollständig zu entfalten. Beim Aufwärmen entdeckte ich durch Zufall, dass ein kleiner Spritzer Zitronensaft kurz vor dem Servieren die Geschmacksprofile wieder auffrischt und belebt.
- Bewahre die Suppe in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank auf – sie hält sich problemlos bis zu drei Tage.
- Beim Aufwärmen füge bei Bedarf etwas Brühe hinzu, da der Reis weiter Flüssigkeit aufnimmt.
- Einfrieren ist möglich, aber rechne damit, dass die Textur des Reises beim Auftauen etwas weicher wird.
Merken Diese Suppe ist mehr als nur ein Gericht – sie ist eine Umarmung in Schüsselform. Wenn du sie das nächste Mal kochst, nimm dir einen Moment Zeit, um den Duft einzuatmen, bevor du den ersten Löffel nimmst.
Häufige Fragen zum Rezept
- → Welche Pilze eignen sich am besten für diese Suppe?
Gemischte Waldpilze wie Cremini, Shiitake und Austernpilze bieten ein tolles Aroma. Champignons funktionieren ebenfalls sehr gut und sind leichter verfügbar.
- → Kann ich Wildreis durch anderen Reis ersetzen?
Wildreis liefert den besten nussigen Geschmack. Brauner Reis ist eine akzeptable Alternative, benötigt jedoch weniger Kochzeit.
- → Wie lange hält sich die Suppe im Kühlschrank?
In einem verschlossenen Behälter hält sich die Suppe etwa 3-4 Tage. Der Reis saugt etwas Flüssigkeit auf, also bei Bedarf etwas Brühe beim Erwärmen hinzufügen.
- → Ist diese Suppe einfrierbar?
Ja, sie lässt sich gut einfrieren. portionsweise in Gefrierbehälter füllen und bis zu 3 Monate einfrieren. Sahne vor dem Servieren frisch hinzufügen.
- → Wie kann ich die Suppe vegan zubereiten?
Pflanzliche Sahne wie Cashew- oder Kokossahne ersetzt die Milchvariante. Achten Sie auf glutenfreie Sojasauce und Mehl, falls erforderlich.